Beliebte Tags
Schlagwörter

Spiel.Technik.Spiel

Spiel.Technik.Spiel

Ein Projekt des Neuen Klaviertrios Dresden

Das Neue Klaviertrio Dresden präsentiert in seinem Konzert am 7. Oktober um 19:00 Uhr im Europäischen Zentrum Erinnerung, Bildung, Kultur in Kozlice 1, 59900 Zgorzelec unter dem Titel „Spiel.Technik.Spiel“ ein spannendes Programm mit Musikstücken aus dem 21. Jahrhundert, darunter auch eine Uraufführung. 

Technik heißt für Musiker immer auch: Spieltechnik. Damit verbindet man zunächst einen Kanon von bis Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten Techniken, die das, was immer noch als der Normalklang der Instrumente verstanden wird, optimal zur Geltung bringen. Gemeinhin wird das, was darüber hinausgeht, als „erweiterte Spieltechniken“ bezeichnet, obwohl sich immer mehr davon etabliert und mittlerweile die gleiche Berechtigung hat. In den Vordergrund tritt Spieltechnik immer dann, wenn versucht wird, den Instrumenten Klänge abzugewinnen, die es bisher so noch nicht zu hören gab. Egal ob das durch besondere Virtuosität oder durch die Ungewohntheit der Klänge entsteht.

Michael Maierhof ist daher in diesem Programm gleich zweimal vertreten. Ihm geht es nicht darum, einfach immer wieder etwas Neues zu finden und das quasi als einen Katalog der Möglichkeiten aneinanderzureihen. Im Gegenteil: Jedes Stück limitiert sich auf einen eigenen Bereich an Klängen, die sorgfältig gegeneinander abgewogen und in Beziehung gesetzt werden. In „Sugar 1“ sind der Ausgangspunkt verschiedene Arten des Streichens, die auch in das Flügelinnere verlagert werden. „Exit E“ nutzt zusätzliche Resonatoren zur Klangänderung einerseits, andererseits schwingende Systeme zur Anregung der Saiten.

Mit Michael Flades Stück „Spiel: seltsam attraktiv“ kommt Technik im ganz greifbaren Sinn zum Einsatz. Das Stück wechselt zwischen live gespielten Klängen, ihrer Aufzeichnung und Verarbeitung im Computer und deren Wiedergabe durch Lautsprecher, teils gemeinsam mit den Instrumentalisten, teils auch solistisch und als Klanginstallation. Ganz unmittelbar „spielerisch“ kommt hinzu, dass die Interpreten keine vorgefertigte Stimme haben, sondern eine Ansammlung von Spielfeldern, in denen sie sich nach bestimmten Regeln bewegen können.

Diese beiden Zugänge sind im neuen Stück von Ricardo Eizirik vereint. Er nutzt in seinen Kompositionen einerseits auch elektronische Klänge, andererseits ausgefallene Spieltechniken für die Instrumentalisten. Schließlich haben seine Stücke regelmäßig auch eine theatralische Komponente. Die Frage, wie weit der Mensch Herr oder Opfer seiner Spieltechnik ist, stellt sich darüber ganz unmittelbar.

 

Programm

Michael Maierhof: Sugar 1 (2001)

Michael Maierhof: Exit E (2011)

Michael Flade: Spiel: seltsam attraktiv (2008)

Ricardo Eizirik: Neues Stück (2020, UA)

 

Neues Klaviertrio Dresden

Uta-Maria Lempert: Violine
Matthias Lorenz: Violoncello

Clemens Hund-Göschel: Klavier

 

Preis: 10 € normal / 6 € ermäßigt*

*Ermäßigungen für SchülerInnen, Studierende, ALG-EmpfängerInnen und Schwerbeschädigte.

 

Weitere Informationen:

media@themusicpoint.net

Tel.: 03581 66 12 69